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Befund MRT Halswirbelsäule & konservative Chiropraktik Freising

Haben Sie Ihren radiologischen MRT- oder Röntgenbericht der Halswirbelsäule (HWS) erhalten und suchen Klarheit bei den unverständlichen medizinischen Fachbegriffen? Viele Menschen, die unter chronischen Nackenschmerzen, Schwindelgefühlen, Spannungskopfschmerzen oder schmerzhaften Ausstrahlungen in die Arme und Hände leiden, wünschen sich eine schonende, konservative Methode, um eine neurochirurgische Operation an der Halswirbelsäule nach Möglichkeit zu vermeiden. In meiner Praxis in Freising-Lerchenfeld betrachte ich Ihre bildgebenden Befunde nicht isoliert, sondern verknüpfe sie im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung mit den funktionellen und neurologischen Erfahrungswerten der amerikanischen Chiropraktik und Osteopathie.

Ein MRT-Befund zeigt oft strukturelle Veränderungen, die jedoch erst durch eine neurologische Funktionsprüfung klinisch eingeordnet werden müssen. Nachfolgend habe ich die häufigsten Befund- und Symptomkomplexe der Halswirbelsäule für Sie aufbereitet – inklusive exemplarischer Betreuungsphasen und typischer Beobachtungen aus meinem Praxisalltag.

Wichtiger Hinweis zur wissenschaftlichen Anerkennung: Die auf dieser Seite beschriebenen Behandlungsansätze (amerikanische Chiropraktik und Osteopathie) gehören zur komplementären Alternativmedizin. Die dargestellten Befundkomplexe, Erfahrungen und exemplarischen Begleitungspläne basieren auf langjährigen praxisinternen Erfahrungswerten unserer Praxis in Freising. Sie sind von der herrschenden Schulmedizin und der wissenschaftlichen Lehrmeinung nicht allgemein anerkannt, da valide Studien zu den Wirkmechanismen nach den strengen Maßstäben der evidenzbasierten Medizin noch unzureichend vorliegen. Die Inhalte dienen der Aufklärung und ersetzen keinesfalls eine fachärztliche Diagnose oder Therapie.


1. Der radikuläre Komplex (Bandscheibenvorfall mit Armausstrahlung)

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    Befund:
    Bandscheibenprolaps oder Extrusion (z. B. C5/C6 oder C6/C7) mit mechanischer Kompression oder entzündlicher Reizung der zervikalen Nervenwurzel.
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    Erfahrungen aus der Praxis:
    Im Rahmen der chiropraktischen Begleitung berichten Patienten häufig von einer schrittweisen Zentralisation des Schmerzes. Das bedeutet, dass das stechende oder brennende Gefühl aus den Fingern und dem Unterarm idealerweise zurück nach oben in den Nacken wandert. Ziel der Behandlung ist es, dass Taubheitsgefühle abnehmen und die Beweglichkeit des Armes verbessert werden kann. In der Praxis streben wir eine Entlastung der Nervenwurzel an, was sich im Verlauf durch schmerzfreiere Winkel bei spezifischen Funktionstests (wie dem Spurling-Test) sowie stabilere Arm-Eigenreflexe zeigen kann.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Akutphase

Woche 1–6 (2x/Woche): Der Fokus liegt primär auf der sanften, präzisen dreidimensionalen Dekompression des betroffenen Halswirbel-Segments, um den mechanischen Dauerdruck vom Nervenstrang zu nehmen.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 6 Wochen: Umfassende Zwischenuntersuchung zur manuellen Funktionsprüfung. Hier kontrolliere ich die Kraftentwicklung der Armmuskulatur sowie die Sensibilität der Dermatome und gleichen diese mit dem HWS-MRT-Befund ab.

Phase 3: Stabilisierung

Ab Woche 7: Angestrebt wird eine Reduktion der Behandlungsfrequenz auf 1x pro Woche oder alle 2 Wochen, um das HWS-Segment muskulär und reflektorisch zu festigen.

2. Der chronisch-degenerative Komplex (Verschleiß & Enge)

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    Befund:
    Multisegmentale Uncovertebralarthrose (Verschleiß der HWS-Spezialgelenke), Spondylarthrose der Facettengelenke und knöcherne Neuroforamenstenose der Halswirbelsäule.
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    Erfahrungen aus der Praxis:
    Nach den Justierungen kann häufig eine spürbare Entlastung von der typischen morgendlichen Nackensteife und dem blockierenden Anlaufschmerz beim Aufstehen beobachtet werden. Das Ziel ist eine Vergrößerung des schmerzfreien Bewegungsradius beim Drehen des Kopfes. Die sanfte Mobilisation bezweckt eine Wiederherstellung der Gelenk-Biomechanik in den betroffenen HWS-Segmenten, wodurch die chronisch überlastete Nacken- und Schultermuskulatur wieder in eine gesündere Grundspannung finden kann.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Initialphase

Woche 1–4 (1-2x/Woche): Meist 1 bis 2 Behandlungen pro Woche zur gezielten Mobilisation und sanften Justierung der blockierten Facetten- und Uncovertebralgelenke.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 4 Wochen: Messung der funktionellen Beweglichkeitsradien der Halswirbelsäule (Rotation, Flexion, Lateralflexion) mittels Neigungsmesser.

Phase 3: Erhaltungsphase

Individuell (alle 2-4 Wochen): Als prophylaktischer Check-up, mit dem Ziel, die gewonnene Gelenkmobilität langfristig zu unterstützen und das Fortschreiten des degenerativen Verschleißes einzudämmen.

3. Der pseudoradikuläre Komplex (Der obere HWS-Ablenker)

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    Befund:
    Diskrete zervikale Bandscheibenprotrusion bei gleichzeitig ausgeprägter Reizung der oberen Facettengelenke (C1 bis C3) oder funktioneller Kopfgelenksblockierung.
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    Erfahrungen aus der Praxis:
    Dieser Komplex täuscht oft einen echten Bandscheibenschaden vor, hat seine Ursache aber meist in den Gelenken. Häufig zeigt sich ein rascher Erleichterungseffekt im gesamten Kopf-Nacken-Bereich. Der dumpfe, ziehende Schmerz, der von der Schädelbasis über den Hinterkopf aufsteigt, kann nach wenigen feinen Impulsen nachlassen. In der Praxis beobachten wir hierbei eine Entlastung der subokzipitalen Muskeln und eine Normalisierung der oberen Kopfgelenksachse.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Akutphase

Woche 1–3 (1-2x/Woche): In der Regel 1 bis 2 Behandlungen pro Woche zur präzisen Justierung der oberen Halswirbel (Atlas und Axis) – kontrolliert und ohne heftiges Drehen.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 3 Wochen: Funktionelle Kontrolle der Symmetrie der Kopfgelenke sowie dynamische Stabilitätsprüfung der oberen HWS im Stand.

Phase 3: Prävention

Nach Bedarf (alle 4-6 Wochen): Bedarfsorientierte Feinjustierung oder präventiver Check-up zur Vermeidung rezidivierender Blockaden.

4. Der Schwindel- und Tinnitus-Komplex (Propriozeptive Störung)

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    Befund:
    Absolute oder relative Verengung des zervikalen Spinalkanals oder osteophytäre Anbauten mit Reizung der tiefen Nackenrezeptoren und des sympathischen Nervengeflechts an der HWS.

Wie häufig ist dieser Befund?

Verschleißbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule sind klassische Altersbefunde. Während sie unter 40 Jahren seltener symptomatisch sind, weisen radiologisch bereits etwa 30 % bis 40 % aller Menschen über 60 Jahre signifikante Verengungen oder Arthrosen im HWS-MRT auf. Bei den über 70-Jährigen zeigt sich dieser Befund sogar bei bis zu 80 % der Untersuchten.

Die gute Nachricht: Ein Großteil dieser Menschen ist völlig beschwerdefrei! Das Bild im MRT deckt sich oft nicht mit Ihrem echten Befinden.

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    Erfahrungen aus der Praxis:
    Wenn vegetative Symptome auftreten – wie ein unspezifischer Schwankschwindel beim Kopfdrehen oder ein belastungsabhängiges Ohrgeräusch (Tinnitus) nach PC-Arbeit –, ist es das Ziel der Behandlung, den Patienten Schritt für Schritt zu mehr Standsicherheit und Orientierung im Raum zu verhelfen. Ich nutze die amerikanische Chiropraktik und Osteopathie im Raum Freising mit dem Ziel, die mechanische Streckspannung von den oberen Segmenten zu nehmen. Dies kann dazu beitragen, die Reizung der dort dicht sitzenden Stellungsrezeptoren (Propriozeptoren) abzubauen, um die Weiterleitung von neuronalen Fehlsignalen zu minimieren.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Entlastungsphase

Woche 1–8: Meist 2x pro Woche in den ersten 3 Wochen zur funktionellen Beruhigung, anschließend 1x wöchentlich.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 8 Wochen: Durchführung koordinativer Tests der Augen-Hals-Koordination, Nystagmus-Ausschluss sowie Überprüfung der Standsicherheit (Romberg-Test).

Phase 3: Dauerbetreuung

Rhythmus (alle 2-3 Wochen): Kann dazu beitragen, die tiefe Nackenmuskulatur entspannt zu halten und die funktionelle Balance im Alltag zu unterstützen.

5. Der Instabilitäts-Komplex (Wirbelgleiten / Hypermobilität)

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    Befund:
    Zervikale Gefügestörung, Spondylolisthese (Wirbelgleiten, meist im Bereich C4/C5 oder C5/C6) oder posttraumatische Bandlaxität (z. B. nach einem Schleudertrauma).
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    Erfahrungen aus der Praxis:
    Patienten schildern nach einer Stabilisierungsphase häufig, dass sich ihr Hals wieder belastbarer anfühlt und das Gefühl, der Kopf sei zu schwer, nachlassen kann. Ich arbeite hier mit maximaler Vorsicht: An den instabilen Gleitwirbeln selbst wird niemals mit Rotation oder direktem Druck nach vorne manipuliert. Stattdessen versuchen wir, die Statik hochpräzise über die blockierten Nachbarsegmente und den Übergang zur Brustwirbelsäule auszugleichen.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Stabilisierung

Woche 1–6 (1x/Woche): Äußerst sanfte Justierung der kompensatorisch fixierten Segmente ausschließlich mit sanften Low-Force-Techniken (z. B. Aktivator oder Thompson-Technik).

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 6 Wochen: Überprüfung der Halte- und Reaktivkraft der tiefen Halsmuskulatur im Seitenvergleich.

Phase 3: Erhaltungsphase

Rhythmus (alle 3-4 Wochen): Kontrolltermine, idealerweise gekoppelt mit isometrischen Alltags-Empfehlungen zur reflektorischen Eigenstabilisierung der Halswirbelsäule.

6. Der entzündlich-aktivierte Komplex (Die schmerzhafte HWS-Bandscheibe)

  • Befund:
    Fortgeschrittene Osteochondrose der Halswirbelsäule mit aktivierten Modic-Veränderungen Typ I (Knochenmarködem und Mikroentzündungen in den angrenzenden Wirbelkörpern).
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Bei diesem schmerzhaften Befund berichten Patienten im Rahmen der Betreuung häufig, dass der tief sitzende Ruheschmerz im Nacken, der besonders in den frühen Morgenstunden auftritt, schrittweise an Intensität verlieren kann. Ziel der Begleitung ist es, die Gewebereizbarkeit zu reduzieren, um einen erholsameren Schlaf zu unterstützen. Nach unseren Beobachtungen kann die Halswirbelsäule im Alltag schonender auf mechanische Erschütterungen (wie Autofahrten) reagieren. In unserer Praxis setzen wir hierbei ausschließlich sanfte Low-Force-Techniken ein. Das primäre Ziel ist es, den lokalen Gewebestoffwechsel der HWS-Bandscheibe rein passiv anzusprechen, um die körpereigene Regeneration des Knochenmarködems aus erfahrungsmedizinischer Sicht zu unterstützen.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Schonphase

Woche 1–6 (1x/Woche): Es erfolgen minimale, sanfte Impulse über den Drop-Table oder ein mechanisches Impulsinstrument (Aktivator), mit dem Ziel, jegliche mechanische Überreizung des entzündeten Gewebes zu vermeiden.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 6 Wochen: Manuelle Überprüfung der autonomen Nervenbalance (Sympathikustonus) sowie genaue Palpation der lokalen Druckempfindlichkeit entlang der HWS-Dornfortsätze.

Phase 3: Folgephase

Individueller Rhythmus: Sukzessive Erweiterung der Behandlungsabstände auf einen Rhythmus von 2 bis 3 Wochen, je nach individueller und entzündlicher Beruhigung des Gewebes.

7. Der myofasziale Überlastungs-Komplex (Der akute Schiefhals)

  • Befund:
    Akute funktionelle Blockierung der HWS-Segmente (akutes Zervikalsyndrom) mit massivem Muskelspasmus, oft bei einem völlig unauffälligen oder lediglich altersgerechten HWS-MRT.
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Patienten erleben die chiropraktische Justierung in diesem akuten Zustand häufig als rasche Erleichterung. Eine schmerzbedingte, asymmetrische Schonhaltung (akuter Tortikollis / Schiefhals) kann sich oft im direkten Anschluss an die Behandlung spürbar lockern. Wir nutzen den schnellen, sanften und mechanisch präzisen chiropraktischen Impuls mit dem Ziel, den neurologischen Dehnungsreflex der blockierten Nackenmuskulatur (insbesondere des M. levator scapulae und M. trapezius) anzusprechen und zu harmonisieren (funktioneller Reset).

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Akut-Intervention

Woche 1–2: Typischerweise 2 bis 3 gezielte Kurzeingriffe innerhalb eines engen Zeitfensters von maximal 10 Tagen, um die akute Blockade-Spirale funktionell zu unterbrechen.

Phase 2: Re-Evaluation

Am 3. Termin: Umfassende Überprüfung der myofaszialen Symmetrie sowie manuelle Kontrolle der freien, schmerzreduzierten Drehbarkeit des Kopfes nach links und rechts.

Phase 3: Abschluss

Beendigung der Akutphase: Dieser rein funktionelle Komplex kann in der Regel nach ca. 3 bis 4 Sitzungen stabilisiert und die intensive Akutbetreuung erfolgreich abgeschlossen werden.

8. Der sequestrierte Akut-Komplex (Schwerer HWS-Bandscheibenvorfall)

  • Befund:
    Sequestrierter Bandscheibenvorfall an der HWS, bei dem sich freies Bandscheibengewebe vom Hauptkörper gelöst hat und im Spinalkanal der Halswirbelsäule liegt.
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Bei einer extrem engmaschigen und vorsichtigen chiropraktischen Begleitung beobachten wir in der Praxis häufig, dass eine schrittweise Rückkehr der beeinträchtigten Arm- und Handkraft angestrebt werden kann. Greifbewegungen oder das Halten von Gegenständen können dem Patienten im Verlauf wieder leichter fallen. Die neurologischen Reaktionen müssen bei jedem Termin akribisch überwacht werden. Solange keine fortschreitenden oder akuten Lähmungen vorliegen (Notfall!), wird eine konservative Begleitung angestrebt. Durch die gezielte mechanische Entlastung des Segments soll das Abklingen von Begleitädemen begünstigt werden, um optimale Bedingungen für die körpereigene Resorption des Bandscheibenmaterials zu schaffen.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Überwachungsphase

Woche 1–4 (2x/Woche): Es wird ausschließlich mit einer maximal sanften, axialen mechanischen Distraktion (Entlastung) im betroffenen HWS-Segment gearbeitet, vollkommen ohne Rotation oder Hebel.

Phase 2: Re-Evaluation

Wöchentlich: Engmaschige, sicherheitsrelevante Kontrolle der neurologischen Kennmuskeln des Armes, der Arm-Reflexe (BSR, TSR) und der Sensibilität zur Gewährleistung der Patientensicherheit.

Phase 3: Folgephase

Woche 5–12 (1x/Woche): Angestrebt wird eine Reduktion der Terminfrequenz auf 1x pro Woche bei anhaltend stabiler funktioneller Tendenz und fortschreitender biologischer Gewebeheilung.

9. Der diskogene Komplex (Der isolierte HWS-Faserringriss)

  • Befund:
    Isolierter Anulus-fibrosus-Riss (Faserringriss) an einer zervikalen Bandscheibe ohne raumfordernden Vorfall oder Nervenkompression.
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Der dumpfe, tief sitzende und oft als zermürbend beschriebene Schmerz mitten im Nacken kann im Zuge der Betreuung schrittweise nachlassen. Monotones Arbeiten am Bildschirm oder längere Autofahrten triggern die Symptomatik nach den Berichten unserer Patienten seltener. Das Ziel der exakten Justierung liegt darin, schädliche Scherspannungen vom verletzten Faserring zu minimieren. Dadurch soll dem Gewebe, welches sensibel von Schmerznerven (Nervi meningei recurrentes) durchzogen ist, die nötige mechanische Entlastung für eine stabile, körpereigene Vernarbung geboten werden.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Heilungsphase

Woche 1–8 (1x/Woche): Da die Regeneration des Faserrings aufgrund der geringen Durchblutung biologisch viel Zeit benötigt, ist eine kontinuierliche, sanfte Begleitung in dieser Phase sinnvoll.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 8 Wochen: Überprüfung eventueller koordinativer Ausweichbewegungen des Schulter-Nacken-Gürtels sowie manuelle biomechanische Belastungstests.

Phase 3: Stabilisierung

Erhaltungsphase (alle 3-4 Wochen): Nachhaltige Begleitung zur langfristigen Entlastung der HWS-Bandscheibe und funktionellen Absicherung des betroffenen Segments.

10. Der multisegmentale Kombinations-Komplex (Chronische HWS-Beschwerden)

  • Befund:
    Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer zervikaler Bandscheibenprotrusionen (Bandscheibenvorwölbungen), fortgeschrittener Uncovertebralarthrose und hartnäckiger funktioneller Blockierungen am zervikothorakalen Übergang (CTÜ / Übergang von der Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule).
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Patienten beschreiben bei diesem vielschichtigen Muster im Praxisalltag oft Veränderungen, die über den lokalen Nackenschmerz hinausgehen: Der chronische Kopfdruck kann nachlassen, das freie Einatmen fällt subjektiv leichter und die Schulterpartie findet wieder in eine entspanntere Position. Unser Ziel bei diesem chronischen Muster ist eine funktionelle Reizreduzierung. Durch die Kombination von Fehlstellungen und Verschleiß kann sich das Nervensystem in einem dauerhaften Reizzustand befinden, der durch die ganzheitliche chiropraktische Ausrichtung und sanfte Mobilisation der HWS-Segmente erfahrungsmedizinisch beruhigt werden soll.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Reset-Phase

Woche 1–12: Zunächst 2 Behandlungen pro Woche für die ersten 4 Wochen zur intensiven Reizunterbrechung. Im Anschluss erfolgt eine Frequenz von 1x pro Woche für weitere 8 Wochen zur Festigung.

Phase 2: Re-Evaluation

Alle 4 Wochen: Umfassende Überprüfung der posturalen Statik (z. B. der Kopfvorhalte / Forward Head Posture), der funktionellen Armtests sowie des Zusammenspiels der Wirbelsäulenabschnitte.

Phase 3: Langzeit-Care

Präventiver Rhythmus (alle 3-4 Wochen): Zur langfristigen Unterstützung der biomechanischen Balance, Entlastung der Segmente und Begleitung der funktionellen Regulation im Alltag.

11. Der zervikale Steilstellungs-Komplex (Streckfehlstellung / Straight Neck)

  • Befund:
    Funktionelle oder strukturelle Steilstellung der Halswirbelsäule mit partiellem oder vollständigem Verlust der natürlichen physiologischen Vorwärtskrümmung (HWS-Lordose).
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Patienten klagen bei diesem Befund meist über einen chronischen, dumpfen Dauerschmerz im Schulter-Nacken-Bereich, der oft als schweres Bleigefühl beschrieben wird und in den Hinterkopf ziehen kann. Nach präzisen chiropraktischen Impulsen berichten unsere Patienten im Praxisalltag häufig, dass sich der Kopf subjektiv wieder „leichter“ anfühlt und das permanente Spannungsgefühl nachlassen kann. Das therapeutische Ziel der Justierung liegt hierbei in einer Entlastung der überdehnten Nackenbänder sowie einer reflektorischen Tonussenkung der permanent beanspruchten Haltemuskulatur.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Initialphase

Woche 1–6 (1-2x/Woche): Das Ziel ist das Lösen der arthrokinetischen Blockaden, die die HWS in der Streckung fixieren, vor allem am Übergang zur Brustwirbelsäule.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 6 Wochen: Funktionelle Überprüfung der Statik im Stand, Gelenkspiel-Analyse der einzelnen Segmente und Abgleich mit den muskulären Dysbalancen.

Phase 3: Stabilisierung

Ab Woche 7 (alle 3-4 Wochen): In dieser Phase kann die Kombination mit gezielten chiropraktischen Alltags-Übungen sinnvoll sein, um das Nervensystem im Sinne der Erfahrungsmedizin an eine physiologischere Haltung zu gewöhnen.

12. Der zervikale Kyphose-Komplex (Die biomechanische Kurvenumkehr)

  • Befund:
    Echte zervikale Kyphose (Inversion der HWS-Kurve), bei der sich die Halswirbelsäule paradoxerweise nach hinten statt nach vorne krümmt, häufig begleitet von einer Forward Head Posture (Kopfvorhalte).
  • Erfahrungen aus der Praxis:
    Dies ist eines der komplexesten biomechanischen Muster in meiner Praxis, das oft mit Nackenschmerzen, Schwindelgefühl, diffusen Missempfindungen in den Händen oder Kiefergelenksbeschwerden (CMD) einhergeht. Chiropraktisch arbeiten wir hier mit maximaler Sanftheit und ohne heftige Rotationen. Patienten verspüren nach den Justierungen oft eine tiefe funktionelle Entlastung, ein Nachlassen des inneren Druckgefühls und eine freiere Atmung. Aus Sicht unserer Praxis wird hierbei eine Reduktion des mechanischen Zugs auf das Nervensystem angestrebt.

Exemplarischer Begleitungsplan (Richtwerte meiner Praxis):

Phase 1: Entlastungsphase

Woche 1–8: Zunächst 2 Behandlungen pro Woche für die ersten 3 Wochen, danach 1x wöchentlich. Fokus liegt auf Low-Force-Techniken (z. B. Aktivator-Methode), um den mechanischen Stress im Bereich des Rückenmarkskanals funktionell zu reduzieren.

Phase 2: Re-Evaluation

Nach 8 Wochen: Detaillierte statische und dynamische Haltungsanalyse sowie neurologische Überprüfung der Arm-Reflexe und der Sensibilität.

Phase 3: Langzeit-Korrektur

Regelmäßiger Rhythmus (alle 2-3 Wochen): Da eine strukturelle Kyphose monatelange biologische Anpassungsprozesse erfordert, ist Kontinuität hier aus erfahrungsmedizinischer Sicht der Schlüssel zu einer langfristigen Stabilisierung der Beschwerden.

Strukturierter Ablauf der chiropraktischen Betreuung bei HWS-Befunden

Die Begleitung von Beschwerden der Halswirbelsäule erfordert aufgrund der anatomischen Nähe zum Rückenmark, den Kopfgelenken und den gehirnversorgenden Gefäßen ein hochgradig präzises, sanftes und phasenbasiertes Vorgehen. Details zu unserem strukturierten Behandlungsablauf finden Sie auf unserer Informationsseite:


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⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis: Akute Warnsignale (Red Flags) der HWS

Die amerikanische Chiropraktik wird in unserer Praxis als eine sehr schonende Methode zur funktionellen Begleitung von HWS-Beschwerden eingesetzt. Es gibt jedoch akute klinische Symptome und strukturelle Warnsignale, die eine chiropraktische Behandlung strikt aussetzen und eine sofortige radiologische oder neurochirurgische Abklärung erfordern. Bei folgenden Anzeichen sollten Sie unverzüglich einen Arzt oder die Notaufnahme aufsuchen:

  • • Fortschreitende Lähmungen (Paresen): Akuter, massiver Kraftverlust in den Armen oder Händen (z. B. wenn Gegenstände unkontrolliert aus der Hand fallen oder der Arm nicht mehr angehoben werden kann).
  • • Zervikale Myelopathie-Zeichen: Plötzliche Gangunsicherheit, ein „hölzernes“ Gefühl in den Beinen oder das Empfinden eines elektrischen Schlags entlang der Wirbelsäule beim Vorbeugen des Kopfes (Lhermitte-Zeichen).
  • • Schwere neurologische Ausfälle: Plötzliche Taubheitsgefühle im Gesichtsbereich, aufsteigende Taubheit in beiden Armen und Beinen gleichzeitig sowie der plötzliche Verlust der Kontrolle über Blase oder Darm (Harn- oder Stuhlinkontinenz).
  • • Akutes vaskuläres Defizit (Gefährdung der Hirndurchblutung): Plötzlicher, extrem heftiger Kopfschmerz an der Schädelbasis („Donnerschlag-Kopfschmerz“), der schlagartig einsetzt und von Sehstörungen (Doppelbildern), Sprachstörungen, Schluckbeschwerden, akutem Schwindel mit Fallneigung oder Bewusstseinstrübungen begleitet wird.

* Bitte beachten Sie: Diese Warnsignale dienen Ihrer Sicherheit und stellen eine medizinische Notfallsituation dar. Die Inhalte dieser Seite sind rein informativ und ersetzen bei akuten Beschwerden niemals die sofortige Abklärung durch einen Arzt oder den Rettungsdienst.

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